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2969 Bilder haben wir im Jahr 2010 bei Ortsterminen und Flächenbesichtigungen gemacht. Nicht alle sind brilliant und die meisten dienen schlicht der Dokumentation. Wie aber auch im letzten Jahr haben wir die Zeit zwischen den Jahren genutzt, unsere Bilder zu sortieren und stellen Ihnen nachfolgend eine kleine Auswahl der Bilder vor, die uns beim Sortieren ins Auge gesprungen sind.

 

Die Bilder durch <click> vergrößerbar!

 

Abschluss des Wiedervernässungsprojekts 'Waltere Moor'

In der zweiten Novemberhälfte wurde mit dem Bau einer 40 Meter langen Spundwandverbauung die im 2007 begonnene Umsetzungsphase des Wiedervernässungsprojekts 'Waltere Moor' beendet. Die letzte errichtete Spundwand stützt den Moorwasserhaushalt einer offenen Moorfläche im Nordwesten des Schutzgebiets mit besonders wertgebenden Hochmoorarten wie dem Rundblättrigen Sonnentau, dem Schneidigen Wollgras und der Moosbeere.

Die Arbeiten wurden bei z.T. widriger Spätherbstwitterung durchgeführt und konnten mit dem ersten Schnee abgeschlossen werden.

In dem oben rechts auf dieser Seite eingebetteten Video wird die vorgehensweise beim Bau der Spundwand veranschaulicht. Diele für Diele werden die mit Nut- und Federprofil versehenen Spunde mit Hilfe eines Moorraupenbaggers in den Moorkörper getrieben, bis ein erhöhter Widerstand signalisiert, dass der Spund den Grund des Torfkörpers erreicht hat. Trotz Austattung des Baggers mit 80 Zentimeter breitem Moorraupenlaufwerk war der Einsatz von Baggermatratzen erforderlich.

 

 

 

 

 

 

 

 

Was braucht der Rosmarinseidelbast?

Eine der Zielarten des Projektgebiets Trocken- und Reliktstandorte Engen (TRE) ist der Rosmarinseidelbast im Volksmund auch Reckhölderle genannt. Das wohlduftende und auffällig in kräftigem Rosa blühende, mehrjährige Pflänzchen konnte sich nur dort bis in die heutige Zeit halten, wo es an seinem Standort aufgrund natürlicher Gegebenheiten nicht durch Konkurrenzvegetation verdrängt wurde oder wo sein Standort über Jahrhunderte durch Beweidung offen gehalten wurden. Eine regelmäßige Mahd verträgt das Reckhölderle nicht. 

In der Theorie wird es durch beinhaltete Giftstoffe vor dem Verbiß durch Schafe geschützt. Die Praxis zeigt jedoch, dass ab einem bestimmten Grad des ausgeübten Beweidungsdrucks auch Reckhölderle von den Schafen verbissen wird. Es bedarf folglich einer gut beobachteten Beweidung und Experimentierfreudigkeit, will man einerseits der Verbrachung der Wuchsorte des Reckhölderle entgegenwirken, aber gleichzeitig seinen Verbiß gering halten.

Als alternative Pflegemethode wird das Ausrechen (ohne vorherige Mahd) des trockenen brüchigen Grasfilzes außerhalb der Vegetationsperiode mittels Bandrechwender getestet.

 

Technikeinsatz in der Landschaftspflege

Pflegelandwirt Weltin aus Überlingen am Ried zeigt uns wie die Pflege im postfossilen Zeitalter bewerkstelligt werden könnte. Wirtschaftlich ist der Einsatz von Pferden auch schon jetzt, wie Herr Weltin in Gesprächen mit uns immer wieder betont. Mit seinen Schwarzwäldern erreicht Herr Weltin die mit Abstand beste CO2-Bilanz.

 

Beweidungsmaßnahmen sind ein wertvoller Beitrag zum Natur- und Artenschutz. Für die erfolgreiche Etablierung von Beweidungsregimen sind Zaunsysteme erforderlich, die den heutigen Sicherheitsansprüchen genügen und zugleich wartungsarm sind. Im Bild sehen Sie eine Pfahlramme der Fa. Oelmaier beim setzen der Eckpfosten eines Ghallager Zaunsystems.

 

Fallen bei Entbuschungen kleinere Reisigmengen an, werden sie am wirtschaftlichsten an Ort und Stelle verbrannt. Ist ein Verbrennen aufgrund der örtlichen Gegebenheiten nicht möglich oder fallen größere Reisigmengen an, geschieht der Transport des Reisigs am schonendsten mit sog. Forwardern  (6- bis 8-rädrige Tragschlepper, welche im Forst für den Transport von Rundholz an den Fahrweg eingesetzt werden). Im Bild ein Forwarder der Fa. Kramberg beim Rücken von Reisigmaterial im Naturschutzgebiet Hohentwiel.

 

 

 

Inzwischen sehr bewährt hat sich der Einsatz des Schnittgriffys bei der Entbuschung von Naturschutzflächen. Schnittgriffy, das ist eine riesige hydraulisch betriebene Astschere, welche Gehölze bis zu einem Durchmesser von 35 cm schneidet und gleichzeitig in der Lage ist, das Schnittgut gebündelt abzulegen.

 

 

Nach ersten Tests der Technik im Februar 2010 konnte der Raupenschlepper des Landwirts Fischer aus Öhningen im Herbst großflächig in der Streuwiesenpflege eingesetzt werden. Das eingesetzte Mähwerk der Fa. Krone mit einer Arbeitsbreite von 9 Metern und integrierter Schwadablage verringert die Anzahl der für die Pflege notwendigen Überfahrten. Auch die eingesetzte Ballenpresse ist mit Bogie-Bändern ausgestattet. Die neue Pflegetechnik ermöglicht eine besonders pflegliche Streuwiesenbewirtschaftung.

Siehe auch unter ausgewählte Videosequenzen oben rechts.

 

 

 

Ein furchterregendes Monster, der AHWI-Forstmulcher der Fa. Willibald mit dessen Hilfe eine Zauntrasse in einem Gebiet der Trocken- und Reliktstandorte bei Engen eingeebnet wurde. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tierische Helferlein

Beweidung spielt im Natur- und Artenschutz eine Schlüsselrolle. Viele der aus Naturschutzsicht wertvollen Flächen sind in der historischen Kulturlandschaft durch Beweidung offengehalten worden. Das heutige Artinventar wurde maßgeblich durch die historische Nutzung mitbestimmt.

 

Hinterwälderbeweidung im Naturschutzgebiet Hausener Aachried

 

 

 

 

 

Junge Ziegen im Naturschutzgebiet Hohentwiel

 

 

 

 

 

Heckrinder im Naturschutzgebiet Schanderied

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ziegenbeweidung an der Kesselhalde bei Anselfingen

 

 

 

 

 

 

 

Das Produkt: Schöne Landschaften...

Weiherhalde bei Mauenheim nach der Entbuschung im Oktober 2010

 

 

 

 

 

Kohldistelwiese im NSG Waltere Moor

 

 

 

 

 

Golden leuchtet das Pfeifengras an der Bahnböschung Ramberg Talmühle im Oktober

 

 

 

 

Blühaspekt von Wiesensalbei und Klappertopf auf einer Wiese am Hohen Hewen

 

 

 

 

 

...gefüllt mit einem herausragenden Arteninventar

 

Mehlprimel (Primula farinosa), NSG Stehlwiesen

 

 

 

 

 

Breitblättriges Wollgras (Eriophorum latifolium), NSG Stehlwiesen

 

 

 

 

Sonnentau (Drosera sp.), NSG Stehlwiesen

 

 

 

 

 

Spatelblättriges Greiskraut (Senecio helenitis), Bucherhofried im gepl. NSG Alter Postweg

 

 

 

 

Frühlingsenzian (Gentiana verna), NSG Heudorfer Ried

 

 

 

 

 

Rundblättrige Glockenblume (Campanula rotundifolia), Bahndamm Talmühle bei Engen

 

 

 

 

Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris), Kesselhalde bei Anselfingen

 

 

 


Filzige Zwergmispel (Cotoneaster tomentosus), Trocken- und Reliktstandort Hörnle

 

 

 

 

 

Zottige Fahnenwicke (Oxytropis pilosa), Offerenbühl bei Mühlhausen

 

 

 

 

Kalkaster (Aster amellus), Recken bei Welschingen

 

 

 

 

 

 

 

Ingenieurbüro
Homburger

Lupfenstr. 8
78234 Engen
Deutschland
Telefon: 07733 982588
Telefax: 07733 982589
Info(at)forstlabor.de
www.forstlabor.de

Ausgewählte Videosequenzen

Spundwandverbauung im NSG Waltere Moor

Raupenschlepper mit Rundballenpresse

Raupenschlepper mit Mäh-Schwad-Kombination

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